Die Stuten und Fohlen auf der Weide. Foto: J. Merzbach

Jahreshauptversammlung 2021 im Haupt- und Landgestüt Marbach

Auf Einladung der Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck trafen sich ca. 40 Mitglieder am 4. September 2021 im HAUPT- und LANDGESTÜT MARBACH zur diesjährigen Mitgliederversammlung.

Das attraktive Programm begann mit dem Empfang im Informationszentrum und einer einstündigen Gestütsführung. Danach wurden wir im Gestütsgasthof mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen verwöhnt. Die Formalien waren schnell abgearbeitet, auch dank der Tatsache, dass im Corona-Jahr 2020/21 nicht allzu viel passiert war.

Der Vorsitzende referierte dann kurz zur aktuellen Entwicklung in der internationalen Asilzucht-Szene und stellte fest, dass eine neue Initiative zur Bewahrung des asilen Pferdes der Beduinen jetzt Definition und Prinzipien aufstellt, die Asil Club, Al Khamsa und weitere Preservation Groups seit über 50 Jahren im Interesse aller Asil Araber-Züchter weltweit auch im Verbund mit der WAHO erfolgreich vertreten. Die Bestrebung, so der Vorsitzende, allen eine neue, angeblich rein „arabische“, Gruppe mit nahezu identischen Statuten als einzig wahre Autorität zu präsentieren, der von nun an zu folgen sei und die die etablierten Organisationen überflüssig mache, sei im Hinblick auf das Engagement und den Erfolg internationaler preservation Groups inakzeptabel. Die Mitglieder waren sich einig, dass eine weitere Organisation nicht notwendig ist. Der Asil Club wie auch Al Khamsa, Pyramid Society etc. haben einen maßgeblichen Beitrag geleistet, das Kulturgut der Beduinen zu bewahren, als deren Nachfahren durch den einschneidenden wirtschaftlichen Umschwung extrem gefordert wurden, und dabei die überlieferten Bräuche und Riten vernachlässigten. Oft hieß es dann in den Gesprächen mit arabischen Persönlichkeiten, wie z.B. durch HM King Abdullah bin Abdulaziz bei einem Gastmahl mit Bundeskanzler Gerhard Schröder: „Dr. Olms, you are more an Arab than an Arab.“

Präsentation der Gestütspferde

Die Präsentation der Gestütspferde am Sonntagmorgen hatte ein besonderes Highlight zu bieten. Das Haupt- und Landgestüt Marbach blickt auf über 200 Jahre Vollblutaraberzucht zurück und widmet sich heute, neben der Zucht von Warmblütern, Vollblutarabern und Süddeutschen Kaltblütern, der Erhaltung der asilen Linien des königlich-württembergschen Gestüts Weil, mit den Zuchtzielen Rittigkeit, Charakter, Leistungsbereitschaft, Leistungsvermögen. Zur Förderung dieser Eigenschaften hat das Gestüt Anfang dieses Jahres eine Gruppe von asilen Pferden direkt aus Ägypten zur Blutauffrischung bekommen. Fünf Hengste und vier Stuten aus Mutterlinien (Strains) bereichern nun die Marbacher Herde. Die teils noch voll in der Entwicklung befindlichen Hengste wurden einzeln in der Halle vorgestellt und von der Landoberstallmeisterin fachkundig hervorragend kommentiert.
Die Marbacher Stuten wurden mit ihrem herausragenden Nachwuchs bei Kaiserwetter auf der Wiese vor dem Laufstall gezeigt. Sie dokumentieren eindrucksvoll die Zuchtstrategie des Gestüts. Die vier neuen asil-ägyptischen Stuten konnten wegen der vorgerückten Zeit leider nicht im Freilauf gezeigt werden. Die Mitglieder haben alles in allem sehr zugewandte, gut gebaute, gelassene, leistungsbereite Asile gesehen, die im Hinblick auf das Ziel die Zucht sicher erneut voranbringen werden. Wir danken allen Mitarbeitern, die uns so liebevoll betreut haben.

ACI 2022

Wegen der Pandemie musste der Asil Cup International ein weiteres Mal vertagt werden. Vorbehaltlich der Unterstützung durch einen Sponsor, soll der Cup 2022 auf Schloss Bückeburg ausgetragen werden. Bei Nichtzustandekommen findet dort die Mitgliederversammlung Anfang September statt. Ideen zum Programm sind willkommen.
Der Vorstand

Der Vorstand

- Bilder folgen in Kürze -